Welche Kosten kommen auf mich zu? Tipps für ein günstiges Studentenleben
Foto: André Kempner
Oft unterschätzen Studenten die Kosten, die bei einem Studium auf sie zukommen. Viele Universitäten nehmen mittlerweile Studiengebühren, die sich in der Regel auf 500 Euro pro Semester belaufen. Und nicht alle Eltern können ihre Kinder ausreichend unterstützen.
Gebührenfreies Studium: Universitäten in Sachsen bieten derzeit noch gebührenfreies Studieren an. Einzig und allein der Semesterbeitrag muss bezahlt werden. Für die Verwaltungsgebühren und das Semesterticket sollte man zum Beispiel in Sachsen mit einem Semesterbeitrag von 100 bis 200 Euro einplanen.
Studiert man an einer Universität mit 500 Euro Studiengebühren, kommen die Verwaltungskosten pro Semester meist noch obendrauf. Ihr solltet Euch also unbedingt bei der jeweiligen Uni kundig machen. Unter bestimmten Umständen gibt es die Möglichkeit sich von den Studiengebühren befreien zu lassen.
Bafög und Studentenvergünstigungen im Alltag: Das Studentenleben hat auch finanzielle Vorteile. Je nach Einkommensverhältnis könnt ihr staatliche Unterstützung beantragen (
http://www.bafoeg.bmbf.de
) oder günstige Studentenkredite aufnehmen. Häufig gibt es spezielle Studentenangebote der Telefonanbieter, Banken und Versicherungen. Für den öffentlichen Nahverkehr gibt es das bereits erwähnte Semesterticket und für Sportbegeisterte bietet jede Uni vielfältige und günstige Sportangebote an, bei denen man auch schnell neue Kontakte knüpfen kann. Die Angebote zum Hochschulsport und oft auch die Anmeldung findet ihr auf der Internetseite der jeweiligen Uni (Leipzig:
http://www.hochschulsport-leipzig.de
). Häufig bekommt ihr auch Rabatte in Museen, Theatern, etc.
Günstig Wohnen: Wer nicht bei seinen Eltern wohnen bleiben will oder kann, muss alle entstehenden Kosten des selbstständigen Wohnens vor dem großen Schritt einschätzen. Die Mietkosten sind sehr stark davon abhängig, wo ihr wohnt. WGs und Studentenwohnheime sind oft günstiger als Einzimmer-Apartments. Im Durchschnitt geben Studenten im Monat 266 Euro für das Wohnen aus. Könnt ihr nicht auf Muttis vollen Kühlschrank zurückgreifen, müsst ihr noch einmal 130 Euro im Monat für Verpflegung einplanen.
Studentische Wohngemeinschaften:
Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Großstädten sind die Mietpreise in Leipzig, Chemnitz oder Dresden relativ niedrig und auch von einer Knappheit an Mietangeboten kann keine Rede sein. Wer gerne in eine bestehende WG einziehen will, oder selber eine gründen möchte, kann sich an Immobilienplattformen wie „WG-Gesucht“ (
http://www.wg-gesucht.de
) wenden, die zwischen Suchenden und Bietenden vermitteln. Aber natürlich gibt es auch ganz klassische Methoden wie das Schwarze Brett der Universität, die auch zum Erfolg führen können. WGs bieten oft bereits eingerichtete Wohnungen, so dass man sich nicht um eine neue Küche oder Waschmaschine kümmern muss. Dafür ist es natürlich schwer abzuschätzen, inwiefern man sich dann auf Dauer mit seinen Mitbewohnern versteht. Gemeinsames Wohnen führt nicht automatisch zur Freundschaft, darüber muss man sich im Klaren sein und gleich beim ersten Besuch im potenziellen Heim auf alle Details achten. Wie ist die Chemie zwischen den Mitbewohnern? Wie wird man empfangen? Hierbei sollte man sich ruhig trauen, direkt nachzufragen, in welchen Verhältnis die Bewohner miteinander stehen und ob es sich um eine reine Zweck-WG handelt.
Studentenwohnheime:
Wer sich große Möbelschlepperei ersparen will, ist oft mit einem Wohnheimzimmer besser bedient. Die Zimmer sind in der Regel bereits möbliert, ihr braucht ihnen nur noch eure eigene Note zu verleihen. Aber auch hier gibt es Unterschiede, von Einzimmer-Apartments bis zu großen WGs mit gemeinsamen Küchen und Aufenthaltsräumen ist alles dabei. Die Berater des Studentenwerks der jeweiligen Unis geben gerne Auskunft und hier könnt ihr euch auch für Zimmer anmelden. Stabile Pauschalmieten und Studentenclubs im Haus sind ganz klar die Vorteile der Wohnheime.
Stipendien und andere Möglichkeiten:
Bei herausragenden Leistungen kann auch ein Stipendium für ein entspannteres Studium sorgen. Zum Beispiel bietet das Amt für Ausbildungsförderung der Universität Leipzig Beratungsgespräche an, welche finanziellen Unterstützungen ihr nutzen könnt (
http://www.studentenwerk-leipzig.de/BAF/sachbearb.php
). Hier erhaltet ihr auch Auskunft zu Themen wie Kindergeld, Wohngeld, Nebeneinkünfte, etc.
Überschlagt in jedem Fall eure finanzielle Situation, bevor ihr euch abnabelt...
Links zum Thema:
www.studieren.de
www.studienwahl.de
www.wege-ins-studium.de
