Tschüss Schule - aber nicht ohne LVZ-Foto mit allen Freunden!

„Etwas Neues anzufangen, ist sehr reizvoll. Auch wenn es schon ein wenig traurig ist, von der Schule Abschied zu nehmen“, sagt Elisabeth Schmidt von der Thomasschule. Die 18-Jährige gehört zu den rund 1630 Abiturientinnen und Abiturienten in der Region Leipzig, für die die Zeit des Paukens erst einmal vorbei ist. So mancher Tag, den sie schwitzend über ihren Büchern gesessen haben, verblasst allmählich. Diese Beilage der Leipziger Volkszeitung will die Erinnerung an eine ereignisreiche Schulzeit wach halten. Sie stellt die Absolventen der Gymnasien und von beruflichen Schulen aus Leipzig und dem Umland vor, die gerade ihre Abi-Prüfungen abgelegt haben.

„Ich hoffe und wünsche mir, dass die jungen Menschen ihre Schulzeit als Ganzes in guter Erinnerung behalten und die Bemühungen und das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer nicht vergessen“, betont Ralf Berger, der Chef der Bildungsagentur Leipzig. Eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse liegt zwar noch nicht vor. Aufgrund der Rückmeldungen sei aber klar, dass der Jahrgang 2011 ein gutes Abitur abgelegt hat. „Auf diese Leistung können sie wirklich stolz sein!“

Nach wie vor haben viele junge Leipziger einen Durchschnitt von 1,0 geschafft. Dazu gehören auch fünf junge Leute aus dem Thomas-Gymnasium, wie übrigens auch schon im Vorjahr. „Das ist aber Zufall. Das liegt vielleicht daran, dass der Leistungsgedanke unter unseren Schülern sehr ausgeprägt ist“, sagt Beratungslehrer Michael Holz. Elisabeth Schmidt hat ein glattes Einser-Abitur und will nun ein Medizinstudium beginnen. Darauf hat sie übrigens zielstrebig hingearbeitet. „Wichtig ist, sich intensiv auf Klausuren vorzubereiten und vielleicht auszuwählen, was wirklich wichtig ist“, empfiehlt sie Mitschülern, die noch vor dieser Herausforderung stehen. „Niemand kann seinen kompletten Hefter auswendig lernen. Da ist es schon nötig, mit Verstand auszuwählen, worauf es bei den Prüfungen wirklich ankommt“, ergänzt Lena Wenzke, die ebenfalls ein prima Abitur hingelegt hat. Aber auch ein Ausgleich wie Sport oder Musik sei wichtig. Sie will im Herbst anfangen, Medizin studieren, zunächst aber durch verschiedene Städte in Europa reisen.

Für die meisten stehen jetzt erst einmal ausgiebige Ferien an, um sich vom Stress der vergangenen Monate zu erholen. Viola Blache, ebenfalls vom Thomas-Gymnasium, will mit zwei Freundinnen drei Monate lang auf dem Jakobsweg pilgern. „Ich bewerbe mich für ein Gesangsstudium, auf das ich mich bereits sehr intensiv vorbereite. Vorher möchte ich aber noch von Lyon nach Santiago de Compostela laufen“, erzählt die 17-Jährige aus Markkleeberg. Sie hat ebenfalls Super-Abinoten, die bei ihrer Aufnahmeprüfung wohl gar nicht das Entscheidende sind. „Da kommt es auf die Stimme oder das Instrument an“, schmunzelt die junge Frau.
„Endlich geschafft – nie wieder Schule!“ – darauf werden sich wie viele Generationen zuvor auch im Sommer 2011 viele Schüler freuen. Was bleibt, sind viele Erinnerungen an eine ereignisreiche Schulzeit. „Sie werden in die weite Welt ziehen, Universitäten erobern, Berufe erlernen sowie ferne Länder besuchen, und somit auch Zeugnis über unsere sächsische Schulausbildung ablegen“, sagt Ralf Berger.

Mathias Orbeck

 
© LVZ-Online, 13.07.2011, 11:45 Uhr
 

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